Geschichte
Massafra ist eine der Perlen des tarentinischen Hinterlands, ein mittelalterliches Dorf, das zwischen zwei tiefen Gravinen schwebt — der Gravina di San Marco und der Gravina della Madonna della Scala —, die seine Altstadt durchziehen und eine Landschaft schaffen, die in ihrer Einzigartigkeit an das berühmte Matera erinnert.
Wegen der außergewöhnlichen Konzentration rupestrer Siedlungen und der spirituellen, einsamen Atmosphäre wurde Massafra „Thebais Italiens“ genannt. Seine Höhlen wurden seit dem Neolithikum bewohnt; im 8. Jahrhundert wurden die Gravinen zur Zuflucht für Mönche und Einsiedler auf der Flucht vor den ikonoklastischen Verfolgungen von Byzanz.
Die Stadt gehört zum Parc Naturel Régional Terre des Gravine und zählt zusammen mit Mottola die größte Präsenz dieser Karst-Canyons der Gegend.
Sehenswertes
Die Gravina di San Marco teilt die Stadt buchstäblich in zwei Teile, verbunden durch drei historische Viadukte. Von den Brücken aus bewundert man das in den Fels eingebettete Felsendorf Santa Marina, in einem Abschnitt namens „Paradies von Massafra“. Hier befinden sich einige der schönsten Felsenkirchen, wie die Krypta von San Marco (vielleicht aus dem 6. Jahrhundert) und die Chiesa della Candelora.
Wenige Minuten entfernt öffnet sich die Gravina della Madonna della Scala, erreichbar über 125 Stufen, wo sich das strahlend weiße Heiligtum Madonna della Scala (1791) erhebt, Schutzpatronin der Stadt, verbunden mit der Legende vom Wunder der Hirschkühe. Entlang der Gravina begegnet man der eindrucksvollen „Grotta del Ciclope“ und der „Farmacia del Mago Greguro“, einem Komplex miteinander verbundener Höhlen, verknüpft mit den Legenden der masciari, der heilenden Zauberer.
Das Gebiet bewahrt etwa dreißig freskengeschmückte Felsenkirchen, während die Altstadt vom mittelalterlichen Kastell überragt wird, das das Museum der Zivilisation von Wein und Öl beherbergt.
Wussten Sie schon…
- Massafra wird wegen seiner eremitischen Atmosphäre und der Dutzenden Felsenkirchen „Thebais Italiens“ genannt.
- Die Felsenwohnungen der Gravinen wurden ununterbrochen vom Neolithikum bis in die 1950er Jahre bewohnt.
- Der Legende nach lebte in der „Farmacia del Mago Greguro“ ein Heiler, der Heilkräuter sammelte.
- Der Name soll vom lateinischen „massa afrorum“ stammen, verbunden mit nordafrikanischen Bevölkerungen, die sich in der Gegend niederließen.
Praktische Informationen
| Öffnungszeiten | Altstadt und Panoramen auf die Gravinen immer zugänglich. Die Felsenkirchen und die Gravina della Madonna della Scala werden nur mit autorisierten Guides besichtigt. |
|---|---|
| Eintritt | Panoramen kostenlos. Geführte Besichtigungen der Gravinen und Felsenkirchen kostenpflichtig. |
| Barrierefreiheit | Die Wege in den Gravinen umfassen Treppen, enge Durchgänge und unebenen Boden: Wanderschuhe sind nötig. Nicht empfohlen für Personen mit Höhenangst. |
| Anfahrt | Von Tarent: etwa 20 km entlang der SS7. Mit dem Zug bis Tarent, dann Bus oder Taxi. |
Nicht verpassen
★ PremiumCavae - Cucina e Radici
📍 Vico III Santi Medici, 12, Massafra
Meeres- und Landküche in gepflegtem Ambiente, eines der besten in der Schluchtenregion.
★ PremiumLumè Ristorante
📍 Piazza Papa Pio XI, 9, Massafra
Speisesaal mit Gewölbedecke, raffinierte Küche und tadelloser Service.
★ PremiumIl Ritrovo degli Ostinati
📍 Vico I Santi Medici, Massafra
Mehrere Terrassen mit Aussicht, sehr gefragt für Abendessen und besondere Anlässe.
★ PremiumDeMi Lounge Restaurant
📍 Via Santa Caterina, Massafra
Familienbetrieb mit großer Aufmerksamkeit für die Gäste, eines der besten der Stadt.
Richtwert-Adressen: Namen, Betreiber und Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte vor dem Besuch prüfen.
Vollständige Liste
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Tipps für den Besuch
- Reservieren Sie eine geführte Besichtigung: der Zugang zu den Felsenkirchen ist nur mit den Guides des IAT erlaubt.
- Tragen Sie Wanderschuhe mit gutem Grip und bringen Sie Wasser mit: in der Gravina gibt es keine Versorgungspunkte.
- Vermeiden Sie den Besuch nach Regen, wenn der Boden der Gravina rutschig wird.
- Setzen Sie sich bei Sonnenuntergang auf die Bänke mit Blick auf die Gravina di San Marco für das Panorama auf das Kastell.